25|04|18 // WEG - eine erste Vorschau

Vorschau auf die Weltmeisterschaften in acht Pferdesportdisziplinen

Zwar geben sich alle noch etwas bedeckt, aber es ist deutlich zu spüren: Die deutschen Pferdesportler blicken mit Optimismus in Richtung Tryon/USA, wo vom 10. bis 23. September die Weltmeisterschaften in acht Disziplinen ausgetragen werden. „Wir haben uns zwei Ziele gesetzt: Erstens wollen wir uns in Tryon Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Tokio reservieren und zweitens im Medaillenspiegel unter den ersten drei landen“, erklärt Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), bei der Jahrespressekonferenz in Warendorf.

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Vielseitigkeit: „Konditionell anspruchsvoll"

Frische Eindrücke aus Tryon brachte Bundestrainer Hans Melzer (Salzhausen) mit in die Pressekonferenz. Zusammen mit einer DOKR-Delegation besuchte er kurz zuvor ein Testevent und schilderte seine Eindrücke von der Geländestrecke. „Der Hauptteil spielt sich auf einem ehemaligen Golfplatz um einen See ab, das Geläuf ist toll. Allerdings ist das sehr wellig, so dass man hier eher ‚praktische‘ Pferde mit einem nicht so großen Galopp braucht, weil die ständig aus dem Rhythmus kommen“, sagte er. Melzer ist sich sicher: „Das wird konditionell sehr anspruchsvoll, noch mehr als vor vier Jahren in der Normandie. Die letzten drei Minuten der Strecke geht es nur bergauf.“

Gelassen sieht Ingrid Klimke (Münster) den Weltmeisterschaften entgegen. Für die mehrfache Mannschaftsolympiasiegerin, -weltmeisterin und -europameisterin ging im vergangen Jahr ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Sie wurde in Strzegom Europameisterin in der Einzelwertung. „Mein Ziel war es immer, einmal alleine oben auf dem Treppchen zu stehen. Damit stehe ich nicht mehr so unter Druck, denn diese Medaille habe ich ja jetzt“, verriet sie. Trotzdem werde sie bei der WM „natürlich nicht einfach nur so mitreiten“, ergänzte sie schmunzelnd. Ob sie die deutschen Farben in Tryon vertreten wird und mit welchen Teamkollegen, entscheidet sich nach der letzten Sichtung in Strzegom Anfang August. Zuvor setzt der Bundestrainer wie in den Vorjahren auf eine individuelle Vorbereitung der WM-Kandidaten. „Einige Paare werden sich nur über Kurzprüfungen vorbereiten“, kündigte er an. Wichtige Meilensteine sind wie immer die Deutsche Meisterschaften Luhmühlen sowie der CHIO Aachen.

Bericht: Uta Helkenberg / FN-Press
Fotos: Kimberlyn Beaudoin + Meg Banks